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Das Kreisflügelflugzeug von P. Quattro Stagioni
 
 

In den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde international viel experimentiert mit Flugzeugen, deren Flügel eine kreisrunde Geometrie aufwiesen. Davon versprach man sich gewisse Vorteile in der Aerodynamik und Flugstabilität. In Europa war das wohl bekannteste so ausgelegte Flugzeug die Sack AS 6, die im April 1944 die Flugerprobung aufnahm. Auch die amerikanische Vought V-173 / XF5U-1 "Flying Pancake" (1947) kann man zu dieser Kategorie zählen.
 
In Italien entwarf P. Quattro Stagioni im Jahre 1948 ein solches Fluggerät. Im Gegensatz zu den vorgenannten erhielt es aber einen Düsenantrieb in Form zweier von P. Enne entworfener Staustrahltriebwerke. Um die Aerodynamik des Flügels möglichst wenig zu stören, waren diese auf verkleideten Streben über den hinteren Quadranten angesetzt. Diese Streben dienten gleichzeitig auch als Leitwerk.
 
Auf die zur Funktion der Staustrahltriebweke notwendige Geschwindigkeit wurde das Flugzeug von einem dritten Motor beschleunigt. Dabei handelte es sich um ein konventionelles Rolls Royce Nene Strahltriebwerk, das mit einigen Modifikationen bei FerrAero unter dem Namen Niente in Lizenz gebaut wurde. Dieses befand sich in einer Gondel zentral unter dem Flügel, die auch das einziehbare Fahrwerk aufnahm.
 
 

 

Hier arbeitet das Niente
 
 
 

Just als der Erstflug des Geräts näher rückte, breitete sich in den USA eine Welle regelrechter UFO-Hysterie aus. Viele Menschen wollten Unbekannte Flugobjekte gesichtet haben. Dies war auch auf die Testflüge mit so seltsamen Fluggeräten wie den Nurflüglern von Northrop oder eben der V-173 zurück zu führen.
 
Um eine solche Hysterie im Zusammenhang mit seinem Gerät zu verhindern, versah P. Quattro Stagioni sein Kreisflügelflugzeug mit einem Aussehen, das kein Italiener als "unbekannt" einordnen würde - dem einer Pizza. Und auch für den "Belag" gab es keine langen Überlegungen. Der folgte einfach dem Namen des Erbauers. In dieser Form absolvierte der Flieger am 1. April 1949 seinen Erstflug. Es wird kolportiert, dass bei diesem und den wenigen weiteren Testflügen sämtliche Zeugen sofort von unbändigem Hungergefühl befallen wurden. Auch deshalb hatte eine mögliche UFO-Hysterie keine Chance.
 
 

 

Kurz vor dem Erstflug hatte es auch noch geschneit
 
 
 

Noch vor dem Erstflug war Quattro Stagionis Nachbar Eugenio Roddoberrio in die USA ausgewandert, wo er dann Karriere als Science Fiction-Autor machte. Wahrscheinlich hatte er den Flieger nie selbst gesehen und kannte ihn nur von Erzählungen beim abendlichen Chianti. Dennoch ließ er sich davon für sein Raumschiff inspirieren, das der technische "Hauptdarsteller" in einer später weltbekannten Fernsehserie werden sollte. Auch wenn das Kreisflügelflugzeug von P. Quattro Stagioni, wie seine Vorläufer auch, aerodynamisch letztlich eine Sackgasse war, so nimmt es daher dennoch seinen Platz in der Geschichte ein als ein halbes Hollywood-Histörchen (HHH).
 

 

 
Übrigens: Heute ist der 1.April, auch wenn Ihr Kalender ein anderes Datum zeigt!

 
 

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Letzte Änderung: 01. April 2016
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